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Forschungszentrum


Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Architektur und Geschichte iFAG widmet sich seit 2008 der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte der Wiener Flaktürme, insbesondere der Erforschung des Zwangsarbeitereinsatzes auf den Baustellen und in Betrieb der Flaktürme.

Erklärtes Ziel des Forschungszentrums iFAG ist eine Kommentierung der sechs ehemaligen Flaktürme in Wien als Mahnmale der massenhaften Ausbeutung und Entwürdigung von Menschen im Nationalsozialismus. Informationstafeln sollen den Entstehungskontext der Flaktürme erklären und Gedenktafeln an den Fassadenan an die Zwangsarbeiter aus allen Teilen Europas erinnern, die diese Bauten errichten mussten. Ein Flakturm-Archiv mit Funden aus den Türmen könnte die notwendige Vermittlungsarbeit leisten und die Auseinandersetzung fördern.

Das Forschungsteam um die Architekturhistorikerin Ute Bauer dokumentierte, dass die Wiener Flaktürme vor allem Zeugnisse der Ausbeutung von Zwangsarbeitern aus vielen europäischen Ländern sind. Die Bedeutung dieser historischen Orte ist kein Zufall: Nach dem absehbaren Ende der Zeitzeugenschaft der Opfer von NS-Verbrechen sind es zunehmend die Orte, die Zeugnis ablegen über die Schrecken der Vergangenheit. Heidemarie Uhl, in Erinnerungsort Flakturm, Phoibos Verlag 2010

Projekteam


Dipl. Ing. Ute Bauer-Wassmann studierte Architektur und Romanistik in Wien und arbeitet als Architekturhistorikerin an Forschungsprojekten, mit Schwerpunkt Architektur der NS-Zeit und NS-Gedenkstätten. Sie leitet das Interdisziplinäre Forschungszentrum Architektur und Geschichte - iFAG und ist Mitarbeiterin im Archiv der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

Dr. Franz Pieler studierte Ur- und Frühgeschichte, Paläontologie, Quartärgeologie und Geschichte in Wien. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Krahuletzmuseum Eggenburg in Niederösterreich.

Mag. Thomas Pototschnig studierte Ur- und Frühgeschichte, Geschichte und Jus in Wien und ist als Archäologe in Projekten der Neuzeit und Zeitgeschichte tätig. Er ist Sprecher des Arbeitskreises Forensische Archäologie.

Mag. Stephan Matyus studierte Mathematik, Philosophie, Psychologie, Pädagogik und Skandinavistik in Wien. Er leitet das Fotoarchiv der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und forscht zur historischen Mauthausen-Fotografie.

Dipl. Ing. Christoph Wassmann studierte Informatik und Architektur in Wien und ist als Architekt und Grafiker tätig. Er ist Herausgeber von Architekturblogs.

Vereinsdaten


Begünstigter Empfängerkreis für Zuwendungen im Sinne des § 4 Abs. 4 Z 5 lit. d oder e EStG 1988: Stand 31.12.2008: Kontonr. 01310-047-216 BAWAG, BLZ 14000

ZVR-Zahl 858540202

Obfrau: DI Ute Bauer-Wassmann
1. Obfrau-Stellvertreter: DI Christoph Wassmann
2. Obfrau-Stellvertreter: Mag. Thomas Pototschnig

Auszug aus den Statuten


Vereinszweck

I. Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Bundesabgabenordnung.

II. Zweck des Vereins ist:

1. die Forschung für die österreichische Wissenschaft im Bereich der Architekturgeschichte, Geschichte und verwandter Wissenschaftsgebiete, insbesondere hinsichtlich des baulichen Erbes des Nationalsozialismus in Österreich,

2. die Forschung im Bereich des Denkmalschutzes, insbesondere im Zusammenhang mit der Erhaltung, Kommentierung und denkmalgerechten Nutzung der historischen Bauten, insbesondere der sechs Wiener Flaktürme,

3. die Erforschung bisher vernachlässigter Aspekte, insbesondere des Einsatzes von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, von Bauten, die keinen oder einen eingeschränkten Bestandteil der gegenwärtigen Gedächtnislandschaft darstellen.

III. Der Verein richtet sich gegen jede Form von Faschismus, Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus.