Interdisziplinäres Forschungszentrum Architektur und Geschichte

Aktuelles Projekt: ERINNERUNGSORT FLAKTURM - Untersuchung am Beispiel Leitturm im Arenbergpark [english]



Foto: Helmut K. Lackner, (c) iFAG

Team: Dipl. Ing. Ute Bauer, Mag. Stephan Matyus, Mag. Thomas Pototschnig, Dr. Franz Pieler, Dipl. Ing. Christoph Wassmann Projektleitung: Dipl. Ing. Ute Bauer

Ein Projekt des Forschungsvereins iFAG - Interdisziplinäres Forschungszentrum Architektur und Geschichte, Dipl. Ing. Ute Bauer und Mag. Stephan Matyus, in Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Doz. Dr. Heidemarie Uhl) und dem Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien (Doz. Dr. Bertrand Perz)

Gefördert vom Zukunftsfonds der Republik Österreich (Projektnr.: P07-0266)
und der MA 7 Kulturabteilung der Stadt Wien (Projektnr.: 5987/07)

Ziel des Projektes ist, das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung der sechs Wiener Flaktürme als historische Ereignisorte und authentische Erinnerungsorte in Wien anhand des Beispiels Leitturm im Arenbergpark zu schärfen und die Qualitäten dieses speziellen Flakturms als Mahnmal des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges zu dokumentieren.

Neben der Quellensicherung sind:

  • die Darstellung der Bau- und Nutzungsgeschichte des Gebäudes,
  • die Auswertung der Funde und ortsfesten Spuren im Gebäude als materielle Quellen einer Alltagshistoriographie der Kriegszeit in Wien,
  • die Untersuchung der Position des Gebäudes in der gelebten Topografie der Stadt während des Krieges und danach,
  • die Darstellung der unterschiedlichen mit dem Gebäude verbundenen Personengruppen (Auftraggeber, Architekt, Baufirmen, zivile Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, Soldaten, Luftwaffenhelfer, Schutzsuchende) sowie
  • die Wiederaneignung eines verlorenen Ortes und bisher nicht erzählter Geschichte für die Erinnerungslandschaft Wiens primäre Projektziele.
Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf den während der Erbauung und Nutzung bestehenden Beziehungen des Bauwerks zu seiner Außenwelt, insbesondere auf dem Einsatz von zivilen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen: Wer waren die handelnden Personen, welchen Vernetzungen mit dem Alltag in Wien haben stattgefunden?
Durch die Darstellung dieser Bezüge und das Sichtbarmachen der authentischen Spuren im Inneren des Leitturms im Arenbergpark wird eine komplexere Geschichte ablesbar als jene von Luftkrieg und Bombardements, die bislang mit den als reine Kriegsbauten rezipierten Flaktürmen assoziiert wird.

Die Projektziele sollen über:

  • eine wissenschaftliche, auch für ein breiteres Publikum geeignete Publikation der Ergebnisse des Projektes zum „Erinnerungsort Flakturm“ und
  • die historische Kommentierung des Bauwerks und der damit in Verbindung stehenden Opfergruppen des NS-Regimes in Form von einer Gedenktafel vor Ort öffentlich wirksam gemacht werden.

Publikationen:

Zeitzeugen-Aufrufe:

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22. MÄRZ 2012, 18 UHR – VORTRAG: DIE SECHS FLAKTÜRME IN WIEN - IMMOBILIEN, UNERWÜNSCHTES ERBE, ERINNERUNGSORTE?

19. JÄNNER 2012 – VORTRAG: ERINNERUNGSORTE OHNE AUFTRAG - DIE 6 FLAKTÜRME IN WIEN

21. JUNI 2011: FÜHRUNG DURCH DEN LEITTURM ARENBERGPARK

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