Interdisziplinäres Forschungszentrum Architektur und Geschichte - iFAG

Aktuelles Projekt: Fundort Flakturm. Fundbergung und -sicherung im ehemaligen Leitturm Augarten


Der ehem. Leitturm im Augarten, Foto: Ute Bauer-Wassmann (c) iFAG

Team: Dipl. Ing. Ute Bauer-Wassmann, Mag. Stephan Matyus, Dr. Franz Pieler, Mag. Thomas Pototschnig, Dipl. Ing. Christoph Wassmann Projektleitung: Dipl. Ing. Ute Bauer-Wassmann.

Ein Projekt des Forschungsvereins iFAG - Interdisziplinäres Forschungszentrum Architektur und Geschichte, Dipl. Ing. Ute Bauer-Wassmann, in Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
(Doz. Dr. Heidemarie Uhl), dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (HR Doz. Dr. Brigitte Bailer-Galanda) und der Burghauptmannschaft Österreich, Baumanagement II (HR DI Roland Lehner).

Gefördert vom Zukunftsfonds der Republik Österreich (Projektnr.: P13-1313)
und der MA 7 Kulturabteilung der Stadt Wien (Projektnr.: 182732/12)

Ziel des Projektes ist, das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung der sechs Wiener Flaktürme als historische Ereignisorte und authentische Erinnerungsorte in Wien zu schärfen und die Qualitäten der Flaktürme als Mahnmale des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges zu dokumentieren.

Projektbeschreibung:

Im Inneren des ehemaligen Leitturms im Wiener Augarten werden Überreste aus der Zeit seiner Errichtung und Nutzung während des Zweiten Weltkriegs vermutet, die den Einsatz von Zwangsarbeitern auf den Baustellen der Wiener Flaktürme sowie in Rüstungsbetrieben in den Flaktürmen und ihre Unterbringung in Wiener Zwangsarbeiterlagern dokumentieren. iFAG untersucht das Bauwerk in seinem aktuellen Forschungsprojekt "Fundort Flakturm - Fundbergung und –sicherung im ehem. Leitturm Augarten".

Das Wissen um den massiven Einsatz von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen aus vielen Ländern Europas und der ehemaligen Sowjetunion auf den Flakturmbaustellen, im Betrieb der Flaktürme und in Produktionsstätten in den Flaktürmen ist bisher noch wenig verbreitet. Das gegenständliche Forschungsprojekt möchte das Thema Zwangsarbeit buchstäblich an die Oberfläche bringen und einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses bisher marginalisierten Aspektes der Geschichte der Wiener Flaktürme leisten. 

Durch die Darstellung des Bezugs Zwangsarbeiter und Flaktürme anhand der Funde aus dem Inneren des Leitturms Augarten wird eine komplexere Geschichte ablesbar als jene von Luftkrieg und Bombardements, die bislang mit den als reine Kriegsbauten rezensierten Flaktürmen assoziiert wird. 


Publikationen:


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JUNI 2013 - VORTRAG: Historische Archäologie am Beispiel des Leitturms Arenbergpark, Wien

NOVEMBER 2012 - VORTRAG: Erinnerungsort Flakturm. Der ehemalige Leitturm im Wiener Arenbergpark

AUGUST 2012 - VORTRAG: Entstehungsgeschichte und Erinnerungsaufgaben der Wiener Flaktürme – Erkenntnisse aus ersten archäologischen und bauhistorischen Bestandsaufnahmen

22. MÄRZ 2012, 18 UHR – VORTRAG: DIE SECHS FLAKTÜRME IN WIEN - IMMOBILIEN, UNERWÜNSCHTES ERBE, ERINNERUNGSORTE?

19. JÄNNER 2012 – VORTRAG: ERINNERUNGSORTE OHNE AUFTRAG - DIE 6 FLAKTÜRME IN WIEN

21. JUNI 2011: FÜHRUNG DURCH DEN LEITTURM ARENBERGPARK

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